11.01.2019

Tesla nimmt günstige Model S und Model X aus dem Angebot

 

Tesla nimmt die Basisversionen des Model S und des Model X aus dem Programm. Wer noch eines der Elektroautos mit dem 75-Kilowattstunden-Akkuhaben möchte, muss sich schnell entscheiden.

Die Teslas werden teurer: Der US-Elektroautohersteller hat angekündigt, die Basisversion des Model S und des Model X aus dem Angebot zu nehmen. Damit werden die Elektroautos deutlich teurer.

Tesla streicht bei beiden Fahrzeugen die Version mit dem kleineren Akku, der eine Kapazität von 75 Kilowattstunden (kWh) hat. Das hat Tesla-Chef Elon Musk über Twitter angekündigt. Die Umstellung kommt kurzfristig: Die 75-kWh-Modelle sollen bereits am kommenden Montag aus den Programm verschwinden. Tesla nehme Bestellungen noch bis einschließlich Sonntagnacht entgegen, sagte Musk. Eine Begründung für die Maßnahme lieferte er nicht.

Ab kommender Woche wird es Model S wie Model X dann nur noch mit einem 100-kWh-Akku geben. Das Model S startet dann bei gut 108.000 Euro statt bei 69.000 Euro. Das günstigste Model X kostet dann 115.000 Euro - bisher lag der Einstiegspreis bei gut 97.000 Euro.

Es ist nicht das erste Mal, dass Tesla die Modellpalette nach oben korrigiert: 2016 hatte das Unternehmen die Version des Model X mit einem 60-kWh-Akku, die gut 12.000 Euro weniger kostete als die 75-kWh-Variante, aus dem Programm genommen.


09.01.2018

Kampf um das Image der Elektroautos

 

Das Elektroauto schneidet im Umweltbericht des Bundesrats dürftig ab. Ein politischer Vorstoss will nun für genauere Berechnungen sorgen.

 

Die Zeit sei noch nicht reif für die Elektromobilität. E-Autos seien ja gar nicht sauberer, warum also solle man wechseln? Es sind Rückmeldungen dieser Art, die Jürg Grossen erreicht haben. Er habe «extrem viele negative Reaktionen» erhalten, sagt der GLP-Chef, der den Schweizerischen Elektromobilitätsverband Swiss E-Mobility präsidiert.

Auslöser war dieser kurz vor Weihnachten publizierte Artikel, der basierend auf dem jüngsten Umweltbericht des Bundesrats thematisierte, wie stark die verschiedenen Verkehrsträger die Umwelt insgesamt belasten. E-Autos, die im Betrieb kein CO2 produzieren, schneiden darin zwar besser ab als Benzin- und Dieselfahrzeuge, aber leicht schlechter als Erdgas- und Hybridautos – und das, obschon sie in den Berechnungen vollständig mit Ökostrom fahren. Der Hauptgrund für die dürftige Bilanz ist die energieintensive Herstellung der E-Auto-Batterien und die, wie Kritiker monieren, teilweise veralteten Datengrundlagen.

Solche Untersuchungen haben das Potenzial, das Image der E-Mobilität zu beschädigen – zu Unrecht, wie Grossen findet. Die E-Promotoren wissen um diese Gefahr. Sie verlangen deshalb ergänzende Ökobilanzierungen zur Herstellung der E-Auto-Batterien, die das Potenzial der E-Mobilität aufzeigen sollen. Grossen will nun einen entsprechenden Vorstoss ausarbeiten. Vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) verlangt er, den Umweltbericht, den der Bundesrat Ende November 2018 gutgeheissen hat, anzureichern.

Second-Life-Lösungen einbeziehen

Konkret sollen Fachleute berechnen, wie stark ein E-Auto die Umwelt belastet, das samt seiner Batterie vollständig mit erneuerbarer Energie hergestellt wird. Dem aktuellen Umweltbericht läge der kohle-, gas- und nukleardominierte Strommix der Produktionsländer und nicht der effektive Mix der Produktionsfirma wie etwa Tesla zugrunde, was das Resultat deutlich verschlechtere, kritisiert Grossen. Auch sollen die Fachleute eine Variante mit einer E-Batterie berechnen, die nach ihrem Einsatz im Auto für zehn Jahre als Zwischenspeicherung von dezentral produziertem Strom oder im Gebäude als Speicher für netzdienlichen Einsatz zur Anwendung kommt.

Grossen räumt ein, dass solche Second-Life-Lösungen sowie eine E-Auto-Produktion allein durch erneuerbare Energien heute noch nicht Standard sind. «Wenn wir aber immer nur das Vergangene und nur bereits breit umgesetzte Lösungen publik machen und Berichte darüber schreiben, dann bleiben wir in der Höhle sitzen», sagt er. Es brauche deshalb auch seriöse Aussagen über das Umweltschutzpotenzial der E-Mobilität mit heute bekannten und in wenigen Monaten respektive Jahren breit umsetzbaren Lösungen.

Grossens Forderung löst unterschiedliche Reaktionen aus. «Welche Annahmen man auch immer den Berechnungen zugrunde legt: Auch E-Autos belasten die Umwelt», sagt Andreas Burgener, Direktor der Vereinigung der Autoimporteure Auto-Schweiz. Nun gelte es, diese Belastungen wie bei den Benzin- und Dieselautos möglichst zu minimieren. Dass die E-Mobilität ein Imageproblem hat, glaubt Burgener nicht: «Neue Technologien werfen immer Fragen auf.» Auch die Umstellung von der Pferdekutsche auf die Eisenbahn oder vom Segel- zum Dampfschiff sei nicht geräuschlos verlaufen. Insofern komme die Kontroverse um die E-Mobilität nicht überraschend.

Bundesamt nimmt keine Stellung

Auch FDP-Nationalrat Thierry Burkart zeigt sich überzeugt, dass die E-Mobilität in der Bevölkerung Rückhalt geniesse. Sie sei die beste Alternative zum Verbrennungsmotor; darüber bestehe breiter gesellschaftlicher Konsens.

Keine Stellung zu Grossens Forderung nimmt das Bundesamt für Umwelt, da der fragliche Umweltbericht ein Bericht des Bundesrats sei. Diese Antwort motiviert Grossen «umso mehr», den Vorstoss einzureichen, «weil ohne diesen das Bafu nichts mehr machen würde».

Quelle: Stefan Häne, Basler Zeitung


04.01.2019

4×4-Wagen boomen – Elektroautos nicht

 

Schweizer bleiben Benzinern treu,

fast jeder zweite Neuwagen war 2018 ein Allradauto – schuld ist auch Tesla.

 

Es war eine Rekordmeldung, mit welcher der Branchenverband Auto-Schweiz das neue Jahr eingeläutet hat. Noch nie in einem Kalenderjahr seien so viele Personenwagen mit alternativen Antrieben immatrikuliert worden, teilte die Vereinigung der Schweizer Autoimporteure vergangenen Donnerstag mit. Tatsächlich lag 2018 die Zahl dieser Neuwagen mit 21’500 um fast ein Viertel über dem Vorjahr. Bei total 300’000 verkauften Neuwagen stieg ihr Marktanteil von 5,6 auf 7,2 Prozent.

Boomt hierzulande die Elektromobilität? Die Zahlen könnten zu diesem Schluss verleiten. Doch sie trügen, beinhalten sie doch zu einem guten Teil Neuwagen, die für die anvisierten Wachstumsziele im Bereich der Elektroautos nicht relevant sind. Es handelt sich um sogenannte Hybride, also jene Modelle, die über zwei verschiedene Antriebssysteme verfügen, zumeist ein Benziner mit einem Elektromotor, der beim Fahren allerdings nur unterstützend wirkt.

Für die E-Statistik relevant sind nur die sogenannten Steckerfahrzeuge. Dazu gehören die vollständig elektrisch betriebenen Autos sowie Plug-in-Hybride, die im Unterschied zu Hybriden an der Steckdose geladen werden und auch längere Strecken von 30 bis 50 Kilometern rein elektrisch fahren können. Hier sieht die Bilanz weniger schmeichelhaft aus. Letztes Jahr wurden rund 5400 E-Fahrzeuge immatrikuliert, das sind bloss 400 mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil stieg entsprechend wenig von 1,6 auf 1,8 Prozent.

Branche hält am Ziel fest

Die Plug-in-Hybride machten 1,3 Prozent der verkauften Neuwagen aus. Allerdings bezieht sich dieser Wert auf den Zeitraum von Januar bis Ende November, da Auto-Schweiz die Dezemberzahlen für diesen Typus noch nicht separat ausgewertet hat. Laut Auto-Schweiz-Sprecher Christoph Wolnik dürfte sich am Marktanteil der Plug-in-Hybride aber kaum mehr etwas ändern.

Elektroautomobilität Elektroauto Anteil Schweiz
Elektroautomobilität - Elektroauto Anteil Schweiz

Unter dem Strich machten die Steckerfahrzeuge letztes Jahr also 3,1 Prozent der verkauften Neuwagen aus – 0,5 Punkte mehr als 2017. Zur Einordnung: Die Roadmap Elektromobilität verfolgt das Ziel, den Anteil der Steckerfahrzeuge bei den Neuzulassungen bis 2022 auf 15 Prozent zu steigern, was in etwa 45’000 Neuwagen entspräche. So haben es Bund, Kantone, Gemeinden sowie über 50 Organisationen und Firmen im Dezember vereinbart.

Bereits früher hatte Auto-Schweiz angekündigt, bis 2020 einen Anteil von 10 Prozent erreichen zu wollen. An diesem Ziel hält der Verband fest. «Heuer kommen viele neue Modelle auf den Markt, das wird ein völlig anderes Bild», sagt Sprecher Wolnik. Dass E-Fahrzeuge letztes Jahr kaum mehr Absatz gefunden haben als 2017, erklärt Auto-Schweiz in erster Linie mit Tesla. Der kalifornische E-Auto-Hersteller hat zuletzt vor allem Negativschlagzeilen produziert, unter anderem wegen Problemen bei der Auslieferung neuer Fahrzeuge. Prompt ist laut Auto-Schweiz die Nachfrage nach dessen Modellen 2018 um einige Hundert Fahrzeuge zurückgegangen. Neue Modelle anderer Hersteller, etwa von BMW, Nissan oder Renault, hätten diesen Verlust aber mehr als wettmachen können.

Jürg Grossen enttäuscht

«Nicht überrascht, aber enttäuscht» von den neuen Zahlen zeigt sich GLP-Chef Jürg Grossen, der den Verband Swiss E-Mobility präsidiert. Ein Anteil von 3,1 Prozent sei «klar zu wenig». Die «zaghafte» Entwicklung erklärt sich Grossen mit den mangelnden Kenntnissen der Käuferschaft zu den Vorteilen von Elektroautos und mit dem Widerstand der «Verbrennerlobby, welche keine Gelegenheit auslässt, die Neuentwicklung schlechtzureden». «Es ist jedoch offensichtlich, dass Elektroautos in absehbarer Zeit die einzige mögliche Lösung für eine saubere, erneuerbare individuelle Mobilität darstellen», so Grossen.

Als Hemmschuh bezeichnet Swiss E-Mobility die noch fehlende Ladeinfrastruktur auf Parkplätzen und in Einstellhallen daheim und am Arbeitsplatz. Grossen zeigt sich erstaunt darüber, dass sich die Autobranche und der Bund zwar in der E-Mobilität Wachstumsziele gesetzt hätten, seine im Parlament eingereichten Vorstösse und Anträge für mehr Ladeinfrastruktur bis jetzt aber trotzdem ablehnen würden. «Hier braucht es nun rasch ein Umdenken der Autobranche und der Behörden.» So sei es noch immer möglich, die Ziele zu erreichen.

4×4: Doppelt so viel wie 2008

Anders als bei den E-Autos ist in einem anderen Bereich der Boom bereits Realität: 4×4-Fahrzeuge sind so beliebt wie noch nie. Ihr Anteil an den Neuwagen kletterte letztes Jahr von 47,5 auf 49,1 Prozent – doppelt so viel wie 2008. Klimapolitisch ist dieser Rekord jedoch problematisch, stossen diese Autos bei herkömmlichem Antrieb doch überdurchschnittlich viel CO2 aus. Das anerkennt auch Auto-Schweiz: «Dass wir die 50-Prozent-Marke nicht geschafft haben, ist aus CO2-Sicht gar nicht so schlimm.»

Quelle: Stefan Häne, Tagesanzeiger


03.01.2019

Norwegen ist Spitze bei Elektroautos

 

Norwegen ist punkto Elektromobilität weltweit führend.

 

Fast ein Drittel aller Neuwagen war 2018 mit rein elektrischem Antrieb unterwegs, wie aus am Mittwoch vorgelegten Daten des unabhängigen Norwegischen Strassenverbands (NRF) hervorgeht.

Vor zwei Jahren war es nur gut ein Fünftel gewesen. Das skandinavische Land strebt an, dass Mitte nächsten Jahrzehnts Neuwagen mit Verbrennungsmotoren der Vergangenheit angehören.

Um Kohlendioxidausstoss und Umweltverschmutzung zu verringern, setzt die Regierung in Oslo auf die Förderung von batteriebetriebenen Fahrzeugen. Käufer solcher Autos winken Steueranreize, viele Gratis-Parkplätze und eine kostenfreie Nutzung von Ladesäulen.

Ein Grossteil des Stroms in Norwegen stammt aus Wasserkraftwerken und ist damit umweltfreundlich. (SDA)

Quelle: Blick.ch


01.01.2019

Das bringt das Autojahr 2019

 

Das neue Jahr könnte zum Jahr der Elektroautos werden:

Vor allem die Deutschen bringen endlich ihre lange angekündigten Stromer. BLICK bietet einen Ausblick auf die Neuheiten 2019.

 

Endlich sollen den Ankündigungen Taten folgen: Im nächsten Jahr dürften viele neue Stromer auf unsere Strassen summen – wenns denn nicht zu (erwartbaren) Lieferengpässen kommt. Vor allem die Deutschen machen endlich vorwärts. VW lanciert im Herbst als erstes Mitglied einer komplett neuen Elektro-Familie das E-Pendant zum Golf, den I.D. Neo.Dieser kompakte und völlig neu gestylte VW-Stromer, mit 4,25 Meter Länge etwas kürzer als der Golf, aber mit mehr Platz, soll ab rund 35'000 Franken von 330 bis zu 550 Kilometer Reichweite schaffen.

Deutsche Luxusstromer

Audi startet seine E-Offensive im Februar mit dem E-Tron und schiebt später im Jahr den schicken E-Tron Sportback nach. Für Sportfreunde lanciert Porsche den lange erwarteten Stromer Taycan. BMW erweitert die E-Palette um den E-SUV namens iX3, der den im Herbst startenden Mercedes EQC ins Visier nimmt; BMW-Tochter Mini legt mit dem elektrifizierten Klassiker (E-Mini) nach. Bentley bleibt da konventioneller und sendet den Continental GT als Cabrio los.

Elektroautomobilität Mercedes EQC Elektroauto SUV
Elektroautomobilität - Mercedes EQC

Die Welt der E-Autos

 

Diese deutsche Elektro-Offensive kontert die südkoreanische Hyundai-Tochter Kia mit dem E-SUV Niro (204 PS, bis 615 km) und Ende Jahr mit der Neuauflage des City-Würfels Soul EV, derweil die französische PSA-Luxustochter DS im Herbst den DS3 Crossback auch als Stromer auf die Strasse bringt. Mit dem 1000 PS starken, nur 320 Kilometer Reichweite bietenden Aston Martin Rapide E sowie dem Plug-in-Hybrid-Sportler Polestar 1 (600 PS, 1000 Nm, ab 185'000 Fr.) von Volvo starten zwei weitere Tesla-Herausforderer. Während Tesla selbst in Europa endlich mit der Konfiguration und Auslieferung des Model 3 beginnt – aber anfangs nur für die Vorbesteller, die angezahlt haben.

Kein Ende der SUV-Welle

 

Ein wahres Neuheiten-Feuerwerk an SUV schiesst 2019 Mercedes ab: GLA, GLB, GLE und GLS kommen alle neu. Und im Herbst, quasi als Sahnehäubchen, der voll elektrische EQC. Toyota bringt neben dem Sportler Supra und dem Auris-Nachfolger Corolla auch den anderen Klassiker RAV4 im Frühling neu, Seat lanciert den 7-Plätzer Tarraco und Skoda den Vision X. VW setzt auf den neuen, auf dem Polo basierenden T-Cross sowie das Cabrio (!) des T-Roc. Mazda lanciert den CX-3 neu.

Elektroautomobilität Audi E-Tron SUV-Coupé Reichweite
Elektroautomobilität - Audi E-Tron SUV-Coupé

Viele neue Kompakte

 

Aber trotz der vielen neuen Elektro-Autos und der weiterhin boomenden SUV sind traditionelle Modelle noch lange nicht tot. Gerade in der sogenannten «Golf-Klasse», also bei den Kompakten, sowie darunter bei den Kleinwagen starten einige wichtige Typen neu. Etwa der Opel Corsa und der Peugeot 208 – beide nun auf derselben PSA-Konzernplattform, technisch verwandt und bald auch elektrifiziert. Aber auch der Bestseller schlechthin, der VW Golf, erfindet sich wieder mal neu. Es dürfte aber für die inzwischen achte Generation nicht einfach werden: Ausser gegen das ja parallel startende E-Modell I.D. Neo muss sich der Golf auch noch gegen Scala und Leon der Konzernschwestern Skoda und Seat wehren. Und 2019 ebenfalls neu kommen der – optisch nach wie vor moderne – Renault Clio, Mazdas 3er (mit revolutionärem Diesotto-Motor) sowie Alfas Giulietta und Toyotas erwähnter Corolla. Der 1er-BMW bekommt Vorderradantrieb, die neuen Audi A3 und Seat Leon starten nurmehr als Fünftürer – und Skodas Golf, der Octavia, dürfte 2019 die Hüllen fallen lassen.

Unsere – bei weitem noch nicht komplette – Übersicht zeigt: Mit der Elektrifizierung wird das Modellangebot 2019 noch vielfältiger. Und die Wahl des «richtigen» Autos noch mehr zur Qual.

Quelle: Raoul Schwinnen/Blich.ch


31.12.2018

VW macht Schnellladestationen mobil

 

Temporäre Stromtankstellen, die funktionieren wie die Powerbank fürs Handy?

Die Wolfsburger Ingenieure haben eine flexible Ladesäule entwickelt, die teilweise vom Stromnetz unabhängig ist.

 

Einen neuen Ansatz für die Verwendung von gebrauchten Batteriepaketen aus Elektroautos hat Volkswagen gefunden. Eine mobile Schnellladesäule kann unabhängig vom Stromnetz überall dort aufgestellt werden, wo der Bedarf vorhanden ist. Etwa auf öffentlichen Parkplätzen, bei Grossveranstaltungen oder an Orten, wo kein Stromnetz zur Beladung von Elektrofahrzeugen verfügbar ist. 

Wie «Komponente», die neue eigenständige unternehmerische Einheit innerhalb des VW-Konzerns, bekanntgibt, funktioniert die mobile Schnellladestation nach dem Prinzip einer Powerbank, wie sie von vielen Benutzern batteriebetriebener Geräte als Nachlade-Akku verwendet wird. Kernstück der mobilen Ladesäule ist ein Akkupaket aus dem von VW entwickelten Modularen Elektrobaukasten (MEB), das in den kommenden E-Mobilen des Konzerns verwendet wird. 

Die Ladekapazität liegt laut VW bei bis zu 360 kWh und ermöglicht im autarken Betrieb das Laden von bis zu 15 E-Fahrzeugen an jeweils 4 Ladebuchsen. Dank Schnellladetechnologie mit bis zu 100 kW soll ein Ladevorgang durchschnittlich nur 17 Minuten dauern. Doch was passiert, wenn der Akku der Ladesäule leer ist? Wie VW mitteilt, wird die entleerte Ladesäule einfach gegen eine geladene getauscht, wenn der Energieinhalt des verbauten Batteriesatzes 20 Prozent unterschreitet. Ist der Ladepunkt hingegen fest via Wechselstrom an das Stromnetz angebunden, lädt sich das Batteriepaket dauerhaft eigenständig mit 30 kW Wechselstrom nach. 

Schnelladung für 4 Autos, Elektroautomobilität, bis zu 100 KW
Elektroautomobilität - Bis zu vier Fahrzeuge sollen gleichzeitig Strom tanken können, davon zwei per Schnellladung mit bis zu 100 KW. (Bild: PD)

Zudem soll das neue mobile Ladesystem von VW die Zwischenspeicherung von Überschuss-Strom aus nachhaltiger Solar- oder Windenergie ermöglichen – und damit CO2-neutrale Mobilität. 

Die ersten mobilen Schnellladesäulen werden versuchsweise im ersten Halbjahr 2019 in Wolfsburg aufgestellt und unterstützen dort den Aufbau einer Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet. Ab 2020, wenn der offizielle Produktionsstart geplant ist, soll die Ladesäule auch in anderen Städten und Gemeinden Deutschlands zum Einsatz kommen

Schnellladestation mobil von VW, Powerbank, Elektroautomobilität, unterwegs aufladen
Elektroautomobilität - VW hat eine Schnellladestation entwickelt, die wie eine Powerbank funktioniert.(Bild: PD)

Thomas Schmall, Vorstandschef der VW-Konzern-Komponente, sieht in der Flexibilität der mobilen Ladesäule einen neuen Ansatz für den schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur: «So können zum Beispiel Städte lernen, wo die geeignetsten Plätze für einen festen Ladepunkt sind, bevor grosse Investitionen für den Netzausbau getätigt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, temporär eine grössere Anzahl von Ladesäulen aufzustellen – genau dann und genau dort, wo sie gebraucht werden». 

Quelle: NZZ / Herbie Schmidt


28.12.2018

Mit Wechsel-Akku und Charging-Van

 

Wenn es nach William Li geht, können sich Tesla, Jaguar, Audi und Mercedes bald warm anziehen. Denn der Gründer des chinesischen Start-Ups Nio will ihnen mit einem elektrischen Crossover die Schau stehlen. Das haben schon viele angekündigt, doch Li hat in China im ersten Jahr rund 10’000 Exemplare seines ES8 verkauft.

Wenn der 5,02 Meter lange ES8 Anfang der nächsten Dekade zu umgerechnet rund 57’000 Euro auch bei uns startet, könnte er den etablierten Marken das Leben tatsächlich schwermachen. Denn so konservativ der Siebensitzer von aussen wirkt, so innovativ ist sein Interieur und so ungewöhnlich ist die Technik.

Elektroautomobilität Nio Crossovers ES8 Chinesisches Elektroauto
Elektroautomobilität Nio Crossovers ES8

Abgeriegelt wird erst bei Tempo 200

 

So beeindruckt der Wagen mit einem modernen Digital-Cockpit, einem Loungesessel für den Beifahrer und dem digitalen Assistenten «Nomi», der nicht nur hört und spricht, sondern auch Blickkontakt zum Fahrer hält und ihn so immer wieder zum Schmunzeln bringt. Unter dem Blech punktet der ES8 mit zwei E-Maschinen, die zusammen 480 kW und 840 Nm leisten und den Crossover in 4,4 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen, abgeriegelt wird erst bei 200 km/h.

Die Reichweite liegt zwar nur bei rund 355 Kilometern, doch während die Konkurrenz trotz Schnelllader lange Boxenstopps machen muss, ist der Nio nach weniger als zehn Minuten wieder voll einsatzbereit. Denn als erstes und einziges Elektroauto fährt er mit Wechsel-Akkus, die an Stationen von Robotern automatisch ausgetauscht werden. Weil es davon erst 18 Stück gibt, kann der ES8 auch an der Ladesäule betankt werden. Und wenn keine zur Hand ist, ruft man über die Nio App einfach den «Charging Van», der jeden Parkplatz zur Stromtankstelle macht. 

Quelle: 20min


19.12.2018

Deutsche Telekom verkauft ab Mitte Dezember Ladestrom für E-Autos

 

Die Deutsche Telekom bietet ab Mitte Dezember nicht mehr nur Tarife für Mobilfunk und DSL an,

sondern auch einen einheitlichen Ladetarif für Elektroautos.

 

Die Deutsche Telekom will ab dem 17. Dezember Ladestrom für Elektroautos in ganz Deutschland anbieten. Mit einer Ladekarte und einer App sollen Privatkunden einen Großteil der bundesweit öffentlichen Ladestationen nutzen können. Dabei gelte an allen Ladesäulen ein einheitlicher Preis.

Ladestrom: Deutsche Telekom kündigt deutschlandweit einheitlichen Ladetarif an

Schon im November hatte die Deutsche Telekom verkündet, ihre Verteilerkästen für Internet und Telefonie zu Ladestationen für Elektroautos umzubauen. Diese Stationen sind aber nur ein Teil der E-Mobilitäts-Strategie des Netzbetreibers.

Am Montag hat die Telekom einen weiteren Baustein seines E-Auto-Ladeangebots angekündigt: Ab Mitte Dezember will der Konzern einen einheitlichen Ladetarif für Elektroautos anbieten. Dafür nutze das Unternehmen öffentliche Ladepunkte, die an Roaming-Plattformen wie beispielsweise Hubject, En-BW, Innogy, Allego, Eon und Ionity angebunden seien. Laut Pressemeldung der Telekom seien zum Start etwa 80 Prozent der öffentlichen Ladeangebote in Deutschland abgedeckt. Ein weiterer Ausbau des Netzwerks sei geplant.

Ladestrom der Telekom: Einheitlicher Minutenpreis

 

Elektroautomobilität Ladekarte der deutschen Telekom
Elektroautomobilität - neue Ladekarte für Elektroautos von der deutschen Telekom

Für die Nutzung des Ladestrom-Angebots seien zur Authentifizierung eine RFID-Karte und eine App erforderlich, mit der sich die Ladevorgänge starten und beenden lassen sollen. In der Smartphone-App können Kunden Details zu den Ladevorgängen wie etwa Zeitpunkt, Ort und Dauer der Ladung als auch die Anzahl der geladenen Kilowattstunden einsehen.

Die Abrechnung erfolge im Minutentakt unabhängig von der Ladegeschwindigkeit der Ladesäulen. Als regulärer, bundesweit geltender Preis setze die Telekom vier Cent pro Lademinute an. Im Laufe der Einführungsphase bis zum 31. März 2019 gelte ein Preis von zwei Cent pro Lademinute. Auf eine Erhebung von Grundgebühren verzichtet die Telekom. Die Abrechnung des Ladestroms erfolge wie bei Telefon-Post-Paid-Tarifen einmal im Monat. Interessenten können sich für das Ladestrom-Angebot bereits registrieren.

Quelle: t3n.de


18.12.2018

Elektro-Lkw sollen leistungsstärker und wirtschaftlicher werden: Kooperationspartner aus Forschung und Industrie demonstrieren emissionsfreien 7,5 Tonnen-Lkw

 

PEM der RWTH Aachen, BPW Bergische Achsen, Isuzu Motors Germany und StreetScooter stellen erstes Fahrzeug aus dem Forschungsprojekt „Lebenszykluskostenreduktion im elektrischen Verteilerverkehr durch individuell adaptierbaren Antriebstrang (LiVe)“ vor

Fahrzeug bis 18 Tonnen Gesamtgewicht in Planung – Tests mit verschiedenen Energiekonzepten sollen folgen – Modularität des Antriebsstrangs reduziert Kosten

Wie können elektrische Nutzfahrzeuge noch wirtschaftlicher werden? Wie kann man die Konstruktions-, Fertigungs- und Lebenszykluskosten weiter reduzieren? Diesen Fragen geht ein Forschungsprojekt des Lehrstuhls Chair of Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen nach. In der Anlauffabrik im Cluster Produktionstechnik der RWTH Aachen wurde heute ein erstes Fahrzeug demonstriert, das auf dem modularen StreetScooter-Konzept basiert: Dabei wurde eine elektrisch angetriebene Achse von BPW in einem 7,5 Tonnen schweren Lkw von Isuzu verbaut – ein modulares Elektrifizierungskonzept bis 18 Tonnen soll in den nächsten zwei Jahren erarbeitet werden.

Schon in naher Zukunft sollen Lkw mit 7,5 und sogar 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht elektrisch unterwegs sein. Wie dies in Produktion und Unterhalt kostengünstig funktionieren kann, will das Forschungsprojekt „LiVe“ zeigen: Die Abkürzung steht für „Lebenszykluskostenreduktion im elektrischen Verteilerverkehr durch individuell adaptierbaren Antriebstrang“. Der Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen will mit einem Baukastensystem die Kosten senken, die Variantenvielfalt elektrisch betriebener Lkw erhöhen und deren Gestaltungsmöglichkeiten flexibilisieren. Kooperationspartner des LiVe-Projekts sind Isuzu Motors Germany, StreetScooter und das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit durch das Programm „Erneuerbar Mobil“ gefördert. Ein erstes Ergebnis wurde jetzt in Form eines fahrbereiten Fahrzeugs vorgestellt:

 

Elektro LKW Fahrzeug
Erstes batterieelektrisches Nutzfahrzeug mit 7,5t Gesamtgewicht im Forschungsprojekt „LiVe“ am PEM der RWTH Aachen

Basis ist ein handelsübliches Lkw-Modell von Isuzu mit 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht: Die N-Serie von Isuzu ist normalerweise mit einem Dieselmotor (5,2 l / 140 kW, bzw. 190 PS) unterwegs, beim LiVe-Demonstrationsfahrzeug befindet sich der Elektroantrieb mit kraftvollen 6.500 Newtonmetern Drehmoment vom Nutzfahrzeugzulieferer BPW jedoch in der Hinterachse. Ebenfalls von BPW kommt die dazugehörige Leistungselektronik. Auch Nebenaggregate wie Servolenk-, Kühlwasser- und Vakuumpumpe sowie Lüfter wurden elektrifiziert. Sie entsprechen den technischen Anforderungen des Basisfahrzeugs von Isuzu und sorgen für eine sichere Funktionsweise von Antriebs-, Brems-, und Lenksystem.

Das Fahrzeug ist ein „Primotyp“: Diese Wortschöpfung bezeichnet die Vorstufe eines Prototyps und verweist auf die agile Entwicklungsmethodik des Lehrstuhls. Anders als langwierige traditionelle Entwicklungszyklen bringen sie rasche Ergebnisse hervor, die dann getestet und optimiert werden. Zukünftig will der Lehrstuhl weitere Fahrzeuge auf Basis des vielfältigen Portfolios von Isuzu und des Antriebsbaukastens von BPW entwickeln: etwa mit 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, mit kreislauffähigen Batterien und weiteren Energiekonzepten wie Brennstoffzelle und Pantograph.

Vorgestellt wurde der Primotyp mit dem Namen „LiVe1“ in der Anlauffabrik Aachen. Eingebettet in den RWTH-Campus bietet die Anlauffabrik Entwicklern, Produzenten und Zulieferern von Elektrofahrzeugen eine innovative und professionelle Umgebung, um ihre Ideen in Serie zu bringen.

Quelle: PEM der RWTH Aachen


17.12.2018

Elektroauto in 3 Minuten aufladen: Deutsches Konsortium hat die Lösung

 

Nach dem allmählichen Verschwinden der Reichweitenangst soll auch das Nachtanken von E-Mobilen bald so schnell möglich sein wie bei Benzin und Diesel.

 

Das Wiederaufladen von Batterien bei Elektroautos ist derzeit noch ein zeitintensives Unterfangen. Selbst die «Supercharger» von Tesla brauchen noch mindestens eine halbe Stunde, um für eine Fahretappe von rund 300 Kilometern genügend Energie zu laden. 

Dies soll sich nun dank dem deutschen Forschungsprojekt Fastcharge dramatisch ändern. Das Konsortium bestehend aus den Firmen Allego, BMW, Phoenix-Contact, Porsche und Siemens hat ein erstes Zwischenresultat seiner Bemühungen um schnellere Ladezeiten präsentiert. 

In Jettingen-Scheppach, nahe an der Autobahn A8 zwischen Ulm und Augsburg, steht eine neue Schnellladestation, die bis zu 450 kW leistet und sich dank Ladesteckern des Typs 2 für CCS-Buchsen (Combined Charging System) von allen gängigen Elektroautos neuerer Bauart nützen lässt. Fahrzeuge mit 400V- und 800V-Batterien können die beiden Ladesäulen nützen. Das Aufladen ist kostenlos und geht erwartungsgemäss deutlich schneller als bisher. 

So liess sich ein Porsche Panamera mit einer Batteriekapazität von etwa 90 kWh mit einer Leistung von mehr als 400 kW betanken. Für 100 Kilometer Reichweite vergingen drei Minuten. Ein BMW i3 benötigte für das volle Aufladen seiner 57-kWh-Batterie fünfzehn Minuten. 

Bei den beiden an der neuen Station aufgeladenen Fahrzeugen handelt es sich jedoch noch um Prototypen, die für die neue hohe Ladeleistung vorbereitet wurden. Bis alle neuen Elektroautos auf Leistungen von 400 und mehr Kilowatt serienmässig vorbereitet sind, dürfte es jedoch noch eine Weile dauern.

Das Forschungsprojekt «Fastcharge» wird vom deutschen Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bereits mit 7,8 Millionen Euro unterstützt. 

 

Quelle: Herbie Schmidt


11.102018

Die E-Auto-Offensive nimmt Fahrt auf – Daimler kauft für über 22 Milliarden Batterien.

 

Lange haben die deutschen Autobauer gezögert. Nun stecken sie über 40 Milliarden Franken in alternative Antriebe und verdreifachen das E-Auto-Angebot auf rund 100 Modelle.

 

Daimler hat für seine vielen geplanten Elektromodelle milliardenschwere Vereinbarungen zum Kauf von Batteriezellen abgeschlossen. Bis 2030 seien Aufträge für Zellen im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro vergeben, teilte Daimler am Dienstag mit.

«So stellen wir zusammen mit unseren Lieferpartnern die Versorgung des globalen Batterie-Produktionsverbundes heute und künftig mit den jeweils neuesten Technologien sicher», sagte der neue Einkaufschef von Mercedes-Benz Cars, Wilko Stark.

 

Bis 2022 will Daimler mindestens zehn E-Autos am Start haben

 

Bis 2022 wollen die Schwaben ihr gesamtes Pkw-Angebot elektrifizieren mit mehr als 130 Varianten – darunter Plug-in-Hybride, die Strom- und Kraftstoffantrieb kombinieren, und mehr als zehn vollelektrische Fahrzeuge der neuen Marke EQ.

«Unsere Elektro-Offensive nimmt weiter Fahrt auf», erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche und bekräftigte, bis 2025 sollten 15 bis 25 Prozent des Gesamtabsatzes auf batterieelektrische Fahrzeuge entfallen.Nicht nur Mercedes-Pkw, auch Transporter, Lastwagen und Busse werden von Verbrennungsmotoren auf emissionsarme Elektroantriebe umgestellt, um strengere Klimaschutzauflagen weltweit zu erfüllen. In die Elektro-Flotte der Marke mit dem Stern steckt Daimler mehr als zehn Milliarden Euro. Eine weitere Milliarde fliesst in die Batterieproduktion. BMW gab bekannt, in das Werk München rund 200 Millionen Euro für E-Mobilität zu stecken.

 

E-Autos für besseres Klima

 

Die gesamte deutsche Autoindustrie investiert allein in den kommenden drei Jahren 40 Milliarden Euro in alternative Antriebe und verdreifacht das E-Auto-Angebot auf rund 100 Modelle. Der Anteil von Elektroautos müsse rapide steigen, um die geplanten Vorgaben zur Reduktion des Kohlendioxid-Ausstosses bis 2030 in der Europäischen Union zu schaffen, erklärte der Verband der Automobilindustrie kürzlich.

Daimler verdeutlicht mit dem Milliarden-Beschaffungsprogramm, dass der Konzern ausschliesslich auf den Zukauf von Zellen setzt, die er in acht Batteriefabriken weltweit dann zusammenbaut.

Auch BMW hat bereits Zellen des chinesischen Herstellers CATL im Wert von vier Milliarden Euro über zehn Jahre bestellt. Volkswagen hingegen liebäugelt mit einer eigenen Batteriezellenfertigung. Für den grössten Autokonzern Europas, der 2017 mit gut zehn Millionen Fahrzeugen fast drei Mal so viele verkaufte wie Daimler, kann sich das von den Stückzahlen her lohnen.

Bislang bezieht der VW-Konzern von vier asiatischen Herstellern das Herzstück der Batterien, neben CATL von den südkoreanischen Herstellern SK Innovation, LG Chem und Samsung. Mit fast all diesen Produzenten hat auch Daimler Verträge. Zu den jetzt langfristig gebundenen Herstellern hiess es nur: «Die Lieferanten produzieren Batteriezellen aktuell bereits in Asien und Europa und expandieren weiter in Europa und zusätzlich in den USA.»

 

Batteriezellen könnten knapp werden

 

Mit den Lieferverträgen sind einer Daimler-Sprecherin zufolge auch Preise fixiert. Die Firma sichert sich so gegen Preissteigerungen ab, denn die Nachfrage nach Batteriezellen von allen grossen Autokonzernen weltweit ist so hoch, dass Experten bereits vor Knappheit und zu grosser Abhängigkeit von wenigen dominierenden Zellproduzenten warnten.

Aus diesem Grund wollen die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission mit staatlicher finanzieller Anschubhilfe Firmen aus Europa zum Aufbau einer Zellfertigung bringen. Aus Deutschland ist zum Beispiel der bisher nur auf kleine Batterien spezialisierte Hersteller Varta dazu bereit. Daimler hatte sich vor zehn Jahren mit Evonik an die Zellproduktion gewagt, das Unternehmen scheiterte aber an der damals noch zu geringen Nachfrage und der starken Konkurrenz durch die Asiaten. 

(awp/sda/reu)

 

Quelle: Watson


16.11.2018

Bis zu 30 E-Autos gleichzeitig laden

 

Die SAK (St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG) bietet für Mehrfamilienhäuser und Geschäftshäuser mit dem «ZapCharger Pro» eine innovative Lösung für Elektro-Ladestationen an. Das Ladesystem lädt mit 63 Ampère-Wechselstrom bis zu 30 Autos gleichzeitig. Erste Installationen wurden an der ETH Zürich, am Hauptsitz der Raiffeisenbank Obertoggenburg und bei der Firma Optimatik in Teufen in Betrieb genommen.

Elektroauto Ladestation

Beim ZapCharger Pro handelt es sich um ein einzigartiges Ladesystem von Zaptec aus Norwegen, das die SAK in der Ostschweiz vertritt. Alexandra Asfour, Leiterin E-Mobilität bei der SAK, ist selbst überzeugt vom System: «Die bestehenden Hausanschlüsse müssen nicht ausgebaut werden. Das ist für bestehende Tiefgaragen eine sehr kostengünstige und technisch intelligente Lösung: Dank einem dynamischen Phasenausgleich und einem intelligenten Lademanagement kann die bei Hausanschlüssen verfügbare Kapazität optimal genutzt werden.» Das Ladesystem kann mit 63 Ampère-Wechselstrom bis zu 30 Autos gleichzeitig laden.

Die ZapCharger Pro Lösung ist spezifisch auf die Bedürfnisse von Wohn- und Geschäftsliegenschaften zugeschnitten. Der Elektroanschluss ist von Anfang an auf den potenziellen Endausbau dimensioniert. Spätere, teure Nachrüstungen des Hausanschlusses sind damit ausgeschlossen. Mit einer kostengünstigen Grundinstallation eines Kabels der Garagenwand entlang können die Parkplätze für Ladestationen vorbereitet werden. Erst bei effektiver Nachfrage wird die Station ab dem bereits vorhandenen Kabel in der Garage installiert.

Dank der Cloud-Lösung der ZapCharger Pro Stationen sind sämtliche Transaktionen online ersichtlich und bilden die Basis für die Verrechnung. Über eine offene Schnittstelle können Drittsysteme zur Abrechnung und Steuerung leicht angebunden werden.

In Norwegen, dem Pionierland der Elektromobilität und dem Heimmarkt von Zaptec, sind bereits über 10'000 ZapCharger Pro Ladestationen in Betrieb. Die ersten Installationen der SAK in der Schweiz sind an der ETH Zürich, bei der Firma Optimatik in Teufen und am Hauptsitz der Raiffeisenbank Obertoggenburg in Nesslau erfolgt.


14.11.2018

Welcher Stromer darfs denn sein?

 

Wer heute von Elektroautos spricht, denkt «Tesla». Dabei gibts mittlerweile unzählige Stromer in allen Klassen, oft deutlich günstiger und dennoch mit akzeptablen Reichweiten. Mit BMW i3s, Nissan Leaf und Renault Zoe treten die drei erfolgreichsten europäischen E-Autos im Test gegeneinander an.

Facts

Als der Nissan Leaf vor acht Jahren auf den Markt kam, war er allein auf weiter Flur. Kein Wunder, mauserte sich der spacige Japaner zum meistverkauften Elektroauto der Welt: Über 300'000 Stück hat Nissan seit 2010 ausgeliefert. Drei Jahre später bekam der Leaf mit BMW i3 und Renault Zoe Konkurrenz – diese drei Modelle (mit dem Renault als Nummer eins) führen heute die Verkaufslisten der E-Autos in Europa an.

 

BMW i3s Elektroauto

Zahlen zum BMW i3s 94 Ah

 

Antrieb E-Motor, 184 PS, 270 Nm ab 1/min, 1-Gang-Automat, Heck

Fahrleistungen 0-100 km/h 6,9 s, Spitze 160 km/h, Reichweite Werk/Test 280/200 km

Masse L/B/H 4,01/1,79/1,59 m, Gewicht 1400 kg, Laderaum 260-1100 Liter

Verbrauch Werk/Test 14,3/17,4 kWh/100 km = 0/0 g/km CO2, Energie A

Preis ab 43'900 Franken (Neue Version: BMW i3s 120 Ah, ab 45'500 Fr.)

Die Optik

Müssen E-Autos wie von einem anderen Stern aussehen? Während nicht zuletzt Tesla, aber auch die Premium-Marken auf schnittiges, aber eher konventionelles Design setzen, sticht unser Trio aus der Automasse heraus. Der neue Leaf erinnert im Vergleich zum Vorgänger nicht mehr so stark an ein Raumschiff, ist innen sogar «normal». Der BMW i3 als neue, sportliche S-Variante setzt dagegen auf einen extravaganten Auftritt. Der Zoe, der sich kaum von einem «gewöhnlichen» Auto unterscheidet, bietet dementsprechend auch innen viel graues Plastik.

Der Fahrspass

«Freude am Fahren»: Der BMW-Werbespruch trifft beim i3 voll zu, der als S-Version um 14 auf 184 PS erstarkt. Damit saust der Elektro-Bayer in 6,9 Sekunden auf Tempo 100 und lässt sich dank breiterer Spur und Sportfahrwerk prima um Ecken jagen. Nimmt man den Fuss vom Gas, bremst bzw. rekuperiert der i3 so stark, das man die Bremse kaum mehr benötigt. Dieses sogenannte «E-Pedal» besitzt auch der Leaf (zuschaltbar) – doch kommt der Nissan nicht ganz an die Fahrleistungen des i3s heran. Der Sprint auf 100 km/h dauert 7,9 Sekunden, was am neu 41 PS stärkeren 150-PS-E-Motor liegt. Damit muss sich der Japaner nicht verstecken und lässt dank des prima Fahrwerks Fahrspass aufkommen. Dass der Zoe mit 108 PS (Vorgänger: 90 PS) und 11,4 Sekunden auf 100 km/h nicht mithalten kann, ist klar. Für Innenstädte, das bevorzugte Revier des 4,08 Meter kurzen Zoe, reichts aber locker: Auf 50 km/h sprintet der kleine Franzose dagegen in nur vier Sekunden.

 

Nissan Leaf Elektroauto

Zahlen zum Nissan Leaf «Tekna»

 

Antrieb E-Motor, 150 PS, 320 Nm ab 1/min, 1-Gang-Automat, Front

Fahrleistungen 0-100 km/h 7,9 s, Spitze 144 km/h, Reichweite Werk/Test 270/245 km

Masse L/B/H 4,49/1,79/1,54 m, 1640 kg, Laderaum 435 Liter

Verbrauch Werk/Test 20,6/18,2 kWh/100 km = 0/0 g/km CO2, Energie A

Preis ab 41'590 Franken

Die Reichweite

Die grösste Überraschung bietet der kleine Zoe: Bis zu 300 Kilometer schaffen wir im Test bei warmem Wetter. Möglich machts die 41 kWh grosse Batterie, deren Kapazität fast aufs Doppelte gewachsen ist. Am Schnelllader ist der Akku in 90 Minuten gefüllt. Die fast gleiche Kapazität bietet das Lithium-Ionen-Paket des Leaf: 40 kWh. Der über 40 Zentimeter längere und 140 Kilo schwerere Japaner schafft im Alltag 220 bis 270 Kilometer, die Schnellladung von 20 auf 80 Prozent dauert rund eine Stunde. Bei der Reichweite fährt der BMW den Kontrahenten hinterher: Viel mehr als 200 Kilometer liegen mit dem 33-kWh-Akku nicht drin. Die gute Nachricht: Ab sofort gibts nurmehr die grosse 42-kWh-Batterie, womit die Reichweite auf bis 300 Kilometer anwächst.

Die Kosten

Auf den ersten Blick ist der Zoe ab 27'650 Franken der Günstigste. In diesem Preis ist der Akku aber nicht inbegriffen: Entweder mietet man ihn für 89 bis 139 Franken im Monat oder man kauft ihn mit. Dann kostet der Zoe 37'650 Franken. So gesehen fährt man mit dem Leaf günstiger: Er startet mit Akku ab 35'790 Franken – ein fairer Deal. Der i3s ist klar der Wertigste, aber auch der Teuerste. Als sportlicher i3s legt er ab 45'500 Franken los («normaler» i3 mit 170 PS ab 41'400 Fr.). Doch während Renault und Nissan für wenige tausend Franken viele Extras bieten, brauchts dafür beim BMW schnell viel Geld.

Quelle: Blick.ch

 

Elektroauto Renault Zoe

Zahlen zum Renault Zoe R110 «Limited»

 

Antrieb E-Motor, 108 PS, 225 Nm ab 1/min, 1-Gang-Automat, Front

Fahrleistungen 0-100 km/h 11,4 s, Spitze 135 km/h, Reichweite Werk/Test 400/280 km

Masse L/B/H 4,08/1,73/1,56 m, Gewicht 1500 kg, Laderaum 338-1225 Liter

Verbrauch Werk/Test 13,4/15,9 kWh/100 km = 0/0 g/km CO2, Energie A

Preis ab 27'650 Franken (+ Akkumiete ab 89 Fr./Monat)

Das Fazit

Als Cityflitzer ist der Zoe perfekt und kommt in unserem Test am weitesten. Für Familien empfiehlt sich aber der geräumigere Leaf. Und der BMW ist der Extravagante des Trios und so perfekt für Statusbewusste.


09.11.2018

Dieses Elektroauto darf auf den Fahrradweg

 

Nach dem Scooter kommt das Elektroauto.

Enuu heisst es und wird zurzeit in Biel getestet.

Das Ein-Personen-Fahrzeug darf auf dem Fahrradstreifen gefahren werden und fährt bis zu 30km/h schnell.

Das Elektrofahrzeug Enuu fährt auf vier Rädern, lässt sich aber wie ein Scooter bedienen. Seit Donnerstag stehen in Biel 13 solche Fahrzeuge per App zum Ausleihen zur Verfügung. Die ersten zehn Minuten sind gratis, jede weitere Minute kostet 20 Rappen.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt ohne Fahrausweis 20km/h, mit Fahrausweis 30 km/h. Wie der Mitbegründer des Verleihsystems sagt, sollen solche Fahrzeuge auch in den Städten Genf, Zürich, Basel sowie in Amsterdam angeboten werden.

Quelle: blick.ch

 Mini Elektroauto enuu so schmal wie ein Fahrrad
Quelle: nau.ch

28.10.2018

Studie zu autonomen Autos

 

Alte Frau oder Kind – wer soll sterben?

Wie soll ein selbstfahrendes Auto entscheiden, wenn es zu einem Unfall kommt? Soll die ältere Frau oder das Kind auf der Strasse überleben? Eine weltweite Studie zeigt erstaunliche Resultate.

Elektroauto autonomes fahren

Forscher des Massachusetts Institut of Technology in Boston (MIT) haben 2014 eine weltweite Umfrage gestartet. In der sogenannten Moral Machine, Link öffnet in einem neuen Fenster konnten Nutzer verschiedene Szenarien bei Autounfällen durchspielen.

Zum Beispiel: Wenn ein selbstfahrendes Auto auf einen Fussgängerstreifen zufährt und die Bremsen versagen, konnte man zwischen zwei Optionen wählen:

Das Auto bleibt auf der Fahrbahn, eine ältere Frau kommt zu Tode.

Das Auto weicht auf die andere Fahrspur aus, ein Kind stirbt.

In weiteren Szenarien musste man sich entscheiden: Mensch oder Tier? Mehr Leben oder weniger Leben? Frau oder Mann? Arm oder reich?

Über 40 Millionen Entscheidungen

Die Webseite des MIT stiess auf reges Interesse. 8,5 Millionen Menschen aus 233 Ländern haben mitgemacht und über 40 Millionen Entscheidungen getroffen. Die «Moral Machine» ist damit eine der grössten Studien, die je zu moralischen Fragen gemacht wurde.

Die Resultate wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Nature, Link öffnet in einem neuen Fenster veröffentlicht. Und sie geben einen interessanten Einblick in die ethischen Werte verschiedener Kulturen.

Ältere Menschen sind in China mehr wert

Die Forscher fanden zum Beispiel heraus, dass die getroffenen Entscheidungen stark mit der Kultur der Länder zusammenhängen. Kollektivistische Länder wie China oder Japan verschonen zum Beispiel eher ältere Personen als Kinder. Die Forscher vermuten, weil diese Länder grossen Wert auf Respekt vor älteren Menschen legen.

Auch verblüffend: Die Anzahl von Menschen, die bei den Szenarien sterben würden, ist nicht überall auf der Welt ausschlaggebend. Vor allem individualistische Kulturen wie die USA oder England versuchen immer, möglichst viele Leben zu retten.

Menschenwürde ist unantastbar

Die Studie sollte man trotzdem mit Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Schliesslich geben die Teilnehmer nur Einschätzungen ab. Ob man sich in einer echten Situation auch so verhält wie bei der Umfrage, ist fragwürdig.

Das sagt auch Armin Grunwald, Leiter vom Karlsruher Institut für Technologie: «Aus Umfragen gewinnt man nie Informationen darüber, was ethisch legitim geboten und erlaubt ist, sondern nur, was die Menschen darüber denken. Daraus folgt aber nicht, dass dies ethisch richtig ist.»

Als Mitglied der Ethikkommission des deutschen Bundesministeriums für Verkehr, hat Armin Grunwald am Bericht «Autonomes und vernetztes Fahren» mitgearbeitet. Und da steht: «Der Algorithmus darf nicht Menschen nach unterschiedlichen Werten abwägen. Das ist in Deutschland verboten. Bei uns gilt: die Menschenwürde ist unantastbar. Und da ist es egal, welcher Mensch das ist.»

Es gibt keine richtige Entscheidung

Was also müsste das Programm konkret in einer solchen Situation tun, wie sie in der «Moral Machine» vorkommt? «Im Prinzip kann sie nur eine Notbremsung machen. Oder sie müsste nach Zufallsgenerator reagieren. Es gibt ja keine richtige Entscheidung.»

Wichtig ist, dass man diese Fragen in einen grösseren Zusammenhang stellt. Weltweit kommen jährlich 1,2 Millionen Menschen auf der Strasse zu Tode. Mit selbstfahrenden Autos könnte man vermutlich die meisten dieser Unfälle verhindern.


15.10.2018

Norweger bestellen über 30.000 Elektroautos von Tesla, Audi & Co vor

 

In keinem anderen europäischen Land werden prozentual so viele Elektroautos neu zugelassen wie in Norwegen. Aktuelle Zahlen zu den Vorbestellungen kommender Modelle deuten darauf hin, dass dieser Trend anhalten wird.

Die norwegische Website NRK hat recherchiert, wie groß das Interesse an in den nächsten Monaten startenden Elektroautos ist. In dem skandinavischen Land liegen demnach derzeit über 30.000 Vorbestellungen vor. Nach dem Vorbild von US-Hersteller Tesla bieten mittlerweile auch etablierte Autobauer die Möglichkeit, ihre Elektroautos vorzubestellen. Besonders norwegische Audi-Kunden machen davon Gebrauch.

Summe der Anzahlungen

Betrachtet man die Gesamtsumme der für die Vorbestellungen aufgerufenen Anzahlungen, liegen laut der Auswertung von NRK in Norwegen Audi, Tesla und Porsche vorne. Die Redaktion beruft sich bei allen Herstellern bis auf Tesla auf offizielle Zahlen der Unternehmen. Die Werte für Teslas neues Mittelklasse-Elektroauto Model 3 sind Schätzwerte.

  • Audi e-tron: 126 Millionen Kronen (ca. 13,32 Mio. Euro)
  • Tesla Model 3: 100 Millionen Kronen (ca. 10,57 Mio. Euro)
  • Porsche Taycan: 46 Millionen Kronen (ca. 4,86 Mio. Euro)
  • Kia Niro Electric: 45,9 Millionen Kronen (ca. 4,85 Mio. Euro)
  • Mercedes-Benz EQC: 44 Millionen Kronen (ca. 4,65 Mio. Euro)
  • Jaguar I-Pace: 29 Millionen Kronen (ca. 3,07 Mio. Euro)
  • BMW iX3: 15 Millionen Kronen (ca. 1,59 Mio. Euro)
  • DS Crossback E-Tense: 4,5 Millionen Kronen (ca. 475.750 Euro)

Anzahl der Vorbestellungen

Mit Blick auf die Zahl der Vorbestellungen führt in Norwegen das Tesla Model 3, darauf folgen Audis großes SUV e-tron und Hyundais Kompakt-SUV Kona Electric. Einige der aufgelisteten Fahrzeuge werden bereits ausgeliefert, der Großteil ist aber erst im nächsten Jahr verfügbar – darunter die stark nachgefragten Modelle von Tesla und Audi.

  • Tesla Model 3: 10.000 Vorbestellungen (geschätzt)
  • Audi e-tron: 6300 Vorbestellungen
  • Hyundai Kona Electric (Auslieferung hat bereits begonnen): 6000 Vorbestellungen
  • Kia Niro Electric (Auslieferung hat bereits begonnen): 5900 Vorbestellungen
  • Nissan LEAF (neue Generation, Auslieferung hat bereits begonnen): 3000 Vorbestellungen
  • Jaguar I-Pace: 3000 Vorbestellungen
  • Porsche Taycan: 2300 Vorbestellungen
  • Mercedes-Benz EQC: 2200 Vorbestellungen
  • DS Crossback E-Tense: 1350 Vorbestellungen
  • BMW iX3: 1000 Vorbestellungen (weitere Vorbestellungen derzeit nicht möglich)

Quelle: ecomento.de


10.10.2018

Elektroauto-Batterien / Akkus

 

Die Batterie ist das Herz des Elektroantriebs 

noch ist sie für viele große Autohersteller Sorgenkind und Hoffnungsträger zugleich

 

Durch eine Erfindung des adligen Italieners Giuseppe Antonio Anastasio Volta haben wir heute die Möglichkeit, Taschenlampen, Handys oder auch ein Elektroauto ganz ohne Stromkabel zu verwenden. Die Rede ist natürlich von der Batterie. Volta entdeckte im frühen 19. Jahrhundert, dass man durch chemische Prozesse elektrischen Strom erzeugen und speichern kann. Die „Volta’sche Säule“ lieferte Strom, dessen Spannung sich je nach Anzahl der in Reihe geschalteten Säulen veränderte. Sie war die erste Batterie.

Die Batterie der Elektroautos stellt für die Entwickler heutzutage gleichermaßen eine Herausforderung und eine Chance dar. Der Erfolg der Elektromobilität steht und fällt mit der Batterie, da sie ausschlaggebend für die Reichweite und Ladedauer eines E-Autos ist. Der heute noch sehr hohe Preis muss weiter gesenkt werden, die Akkus müssen in Massen produzierbar und über viele Tausend Lade- und Entladezyklen haltbar sein. Neben den hohen Kosten, die auf die Kaufinteressenten noch abschreckend wirken, ist bislang das hohe Gewicht das Problem der Elektroauto-Batterien. Die Erfolgsgleichung ist einfach: Je mehr gespeicherter Strom und je weniger Gewicht, desto besser.

Elektraoauto, Akku, Kapazität

Intensive Forschung – hin zur Batterie der Zukunft

 

Die Lithium-lonen-Batterie bildet die Basis für vielversprechende Weiterentwicklungen der Batterietechnik mit noch größerer Leistungsfähigkeit. So peilen Forscher des US-Konzerns IBM zum Beispiel mit einer Lithium-Luft-Batterie Energiedichten von über 5000 Wattstunden (Wh) an – das ist rund 30 Mal mehr als die besten Li-Ion-Batterien von heute erreichen. Bei der Lithium-Luft-Batterie wird die Umgebungsluft genutzt, um die chemische Reaktion zu unterstützen. Vorteil: Die Luft ist kostenlos und muss nicht in einem Tank transportiert werden. lm Labor funktioniere die Superbatterie bereits, doch vor 2020 sei nicht mit einem Serieneinsatz im Auto zu rechnen, sagt lBM.


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